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Wissenschaftlichkeit und Individualität in Befragungen sicherstellen

befragungsplanung_kleinDie Belastbarkeit von Befragungsergebnissen hängt maßgeblich von der Einhaltung wissenschaftlicher Standards ab – es empfiehlt sich, entsprechend mit fachlich gut qualifizierten Mitarbeitern oder einer externen Begleitung zusammenzuarbeiten, die dies sicherstellen kann.

Neben wissenschaftlichen Standards ist aber ebenso wichtig, dass eine Befragung die Belange und Anforderungen Ihrer Organisation abbildet und erfasst – hier sind Sie gefragt! Sie sind der Experte Ihres Arbeitsfeldes, wissen, welche Informationen Sie benötigen, welche Inhalte in die Befragung sollen.

Bei Befragungsprojekten ist die Bildung einer Projektgruppe, die, in paritätischer Zusammensetzung, verschiedene Arbeitsbereiche Ihrer Organisation und verschiedene Hierarchieebenen und Mitarbeitergruppen abbilden sollte, sinnvoll. Auch der Personalrat spielt hier eine wichtige Rolle, ebenso wie ggf. vorhandene Stabsstellen.

Zusammen mit der Projektgruppe empfiehlt sich dann die Durchführung eines Workshops zur Fragebogenkonzeption. Hilfreich ist dabei eine Moderation, die gleichzeitig wissenschaftliche Anforderungen im Auge behält und viel Erfahrung in der konkreten Ausgestaltung von Fragebögen mitbringt – gerne kann ich Sie bei diesem Schritt unterstützen.

So kann eine Befragung fachliche Standards erfüllen und die individuelle Situation und Anforderungen Ihrer Organisation umfänglich abbilden.

Befragungen ermöglichen und fördern Mitbestimmung und Mitarbeiterbeteiligung

Die Integration gezielter Nachfragen in einen Fragebogen, z.B. bei einer sehr guten oder auch sehr schlechten Bewertung, fördert Best-Practice-Beispiele zutage oder bringt Hinweise zu Verbesserungspotentialen und konkrete Ideen zur Verbesserung. So können Mitarbeiter oder Kunden, Klienten, Patienten Ihnen helfen, Ihre Organisation beständig zu verbessern und die Arbeitsbedingungen und Prozesse optimal zu gestalten.

Um aktive Mitbestimmung und Mitgestaltung dauerhaft zu erhalten, ist es wichtig, Mitarbeiter bzw. die Mitarbeitervertretung bereits bei der Konzeption der Befragung einzubinden und die Ergebnisse der Befragung vollumfänglich zu kommunizieren und, wo möglich, entsprechende Handlungen und Maßnahmen folgen zu lassen – nur dann können Befragungen zu einem erfolgreichen Instrument der Mitbestimmung werden. Dies heißt jedoch nicht, dass alle Ergebnisse sofort in Maßnahmen oder Handlungen umgesetzt werden müssen und können.  Aber: auch wenn z.B. aus finanziellen oder organisatorischen Gründen an einigen Stellen keine Veränderung möglich ist, ist es wichtig, dies mit einer entsprechenden Begründung zu kommunizieren.

Um den Übertrag von Ergebnissen in Maßnahmen zielgerichtet zu gestalten, empfiehlt es sich, eine externe Unterstützung hinzuzuziehen. Im Rahmen eines Workshops kann dann gemeinsam ein übersichtlicher Maßnahmenplan erarbeitet werden, Probleme definiert und Handlungsziele sowie Verantwortlichkeiten und Zeitpunkte festgelegt werden.

Die möglichen Zielgruppen für eine Befragung sind vielfältig – ebenso der Nutzen

Neben Mitarbeiterbefragungen liefern auch Kundenbefragungen (Klienten, Patienten, ….) wertvolle Informationen über die eigene Organisation – z.B. um Verbesserungspotentiale aufzuzeigen, Prozesse zu evaluieren und zu optimieren, Ideen zu gewinnen und Schnittstellen zu verbessern.

Aber auch die Befragung von weiteren Stakeholdern / Anspruchsgruppen der Organisation ist lohnend, z.B. zur Verbesserung der Zusammenarbeit und/oder im Bereich des Informationsmanagements.

Die Ergebnisse solcher Befragungen können auch für die Innen- und Außendarstellung der Organisation (Marketing / Öffentlichkeitsarbeit) sowie für das Qualitätsmanagement wichtige Quellen sein.

Die genannten Nutzenaspekte können aber nur mit belastbaren Ergebnissen erzielt werden. Hierfür ist viel Erfahrung im Bereich der angewandten Sozialforschung, die Einhaltung wissenschaftlicher Standards sowie Kenntnis im Bereich des Datenschutzes erforderlich. Da solche Fachkenntnisse in den meisten Organisationen nicht vorhanden sind und die Aneignung des Wissens sowie die Durchführung und Auswertung der eigentlichen Befragung komplex ist und entsprechend Zeit erfordert, ist es ratsam, sich externe Unterstützung zu holen. Eine externe Begleitung bildet auch einen „Puffer“ zwischen Organisation und Befragten, was z.B. in Bezug auf den Datenschutz Vorteile bringt und damit die Beteiligung an der Befragung erhöhen kann.